D Maolova Beitrag 1

EYE remember :) | Das war Straßburg 2016

Desislava Manolova erinnert sich an ihre Teilnahme am European Youth Event und lässt Freitag den 20. Mai 2016 Revue passieren.

Die Nacht war sehr kurz, der Schlaf tief und die Versprechungen groß. Um neun Uhr machte sich unsere Gruppe auf dem Weg ins europäische Parlament. So viele Menschen an einem Platz hatte ich seit langem nicht gesehen. Alles fing mit einem Konzert und einer Willkommensheißung an. Anschließend durfte ich hinein.

Der erste und einzige Vortrag an diesem Tag war im Plenarsaal mit dem Präsidenten des Europäischen Parlaments – Martin Schulz. Endlich dufte ich ihn live sehen und mich vielleicht an einer Diskussion beteiligen. Der Saal war riesig.

Der Vortrag fing kurz nach meinem Eintreffen an, aber wo ist er? Wieso sehe ich ihn nicht? Am Podium waren 4 Vizepräsidenten des Parlaments und keine Spur von Martin Schulz. Eine Person war mir bekannt und zwar die Delegationsleiterin der Grünen aus Österreich  – Ulrike Lunacek. Themen wie die Effizient von Maßnahmen der Institutionen, Skepsis gegenüber der EU und die Entwicklungsrichtung der Union wurden besprochen. Man solle miteinander über die Probleme reden, um Lösungen zu finden. Das gelinge aber nur, wenn man das Folgende tut „listen to each other[1].  Nach Lunacek wäre eine Bewältigung nur durch eine starke Innenzusammenarbeit möglich. Ihr Offenheit und Geständnis, dass sie die erste lesbische Politikerin sei, bewegte das Publikum im positiven Sinne. Trotz der Toleranz gegenüber Homosexuellen, finde ich es sehr mutig, so etwas vor einem großen internationalen Publikum auszusprechen! Respekt!

Weiter bekamen wir von Rainer Wieland, dem deutschen Christdemokraten einen Überblick über die Funktionen des europäischen Parlaments und wieso die Diversität der Menschen an erster Stelle steht. In der Diskussionsrunde haben die
Politiker die Stellung der Menschenrechte, insbesondere die  Frauen- und Jugendrechte hervorgehoben. Eine ununterbrochene Überprüfung der Länder muss stattfinden, damit alle 28 Länder in der EU eine Gleichstellung eines Tages herbeiführen können. Das ist aber nur durch eine Zusammenarbeit möglich. Die Genderquoten müssen festgelegt werden, damit die Frauen auch eine  Chance in der Politik haben, laut Lunachek „bis wir halbe-halbe“ sind. Aber nicht nur in der Politik bedarf es einer Gleichstellung von Mann und Frau. Das Wichtigste ist, dass wir voneinander lernen und nur gemeinsam Europa stärken können!!!

[1] Die Aussage tätigte die Mairead McGuinness, irische Vizepräsidentin

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Josef Ladenhauf

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