ENY Bloggerin Dunia Khalil live vor Ort beim EYE 2018
ENY Bloggerin Dunia Khalil live vor Ort beim EYE 2018

EYE, EYE! Beste Stimmung bei Europas Jugendlichen

Nach einer, für manche längeren, für andere, kürzeren Nacht im Bus, kamen wir um 7 Uhr Morgens in Straßburg an. Das Gepäck wurde verstaut, der Akkreditierungsprozess durchlaufen und spätestens beim Anblick des Parlaments wich auch das letzte bisschen Erschöpfung und Müdigkeit der Vorfreude und der Begeisterung. Europeneedsyou-Blogger Mathias Stock zeichnet ein Stimmungsbild vom größten Jugendevent Europas, dem EYE 2018.

Zahlreiche künstlerische Darbietungen, darunter Tanz, Musik und Malerei zogen uns schon vor dem Betreten der eigentlichen Veranstaltung im inneren des Parlaments in einen proeuropäischen Bann. Zwar waren viele frei Luft Aktivität aufgrund des großen Ansturms und der Wetterkapriolen des Vorabends noch nicht vollends zugänglich, der Stimmung tat dies jedoch keinen Abstrich. Wo immer man hinblickte wurde geklatscht, gesungen, gefeiert und in Ektase blaugelbe Fahnen geschwenkt.

Vorbei an den doch erheblichen Sicherheitskontrollen ging es dann hinein ins eigentliche Parlament – dem Herzen der Europäischen Demokratie. Dank der vielen freiwilligen Volunteers  fiel die Orientierung etwas leichter. Dennoch bleibt zu sagen, dass das Parlament im Allgemeinen eher einem wohldurchdachten Labyrinth gleicht. Neben den vorgebuchten Aktivitäten konnte man sich bei diversen Attraktionen die Zeit vertreiben: Highlight waren sicherlich die Darbietungen im Beriech der „Flower Bar“. Hier wurden nicht nur artistische und musikalische Meisterleistungen geboten, sondern die einzelnen Länder konnten auch ganz volkstümliche  und traditionelle Elemente präsentieren. So wurde ich zum Beispiel Zeuge eines kroatischen Volkstanzes, gefolgt von einer Operndarbietung. 

Die Stimmung in den einzelnen Aktivitäten hing immer stark vom Format ab und somit der Frage wie viel Platz für Diskussion und Diskurs der Teilnehmer vorhanden war. Zwar waren kritische Fragen durchaus erwünscht, doch bei vielen Themen fand sich schnell ein proeuropäischer Konsens. Hier bleibt nur anzumerken, dass für zukünftige Veranstaltung eine größere Diversität an präsenten politischen Fraktionen eine spannendere Diskussion bieten könnte. (So waren in manchen Podiumsdiskussionen nur Vertreter einer einzigen Partei anwesend)

Highlight waren sicherlich die Veranstaltung im Hemicycle – dem Plenarsaal des Parlaments. Hier konnten sich die Teilnehmer einmal wie einer der 751 MEPs fühlen und im großen Rahmen ihre Meinung kundtun. Tosender Applaus aber auch vereinzelnde Buhrufe für Redner und Referenten standen im steten Wechsel und so wurde der Demokratieprozess für jeden Teilnehmer greifbar.

Abschließend bleibt zu sagen, dass die Grundstimmung am EYE eine unglaublich positive, friedliche und inspirierende war und jeder der Teilnehmer im Herzen wieder ein Stück mehr „Europäisch“ geworden ist! 

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Josef Ladenhauf

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